Sternenhimmel

Posted: Juni 12, 2010 in Gesellschaft

 

Sean ging an diesem windigen Tag mit seinem Reiserucksack bepackt schon einige Zeit auf einem schmalen Pfad entlang, der zwar den Trittraum nicht begrenzte, aber von vielen anderen Wanderern vorher genutzt wurde und nun mal den Weg vorgab. Manchmal kam er auch von diesem Weg ab und ging Richtung Klippen und schaute herunter. Unten sah er die weiß auf schäumenden Wassermassen, die gegen die Felsen preschten. Seine Augen glühten, seine Füße taten weh. Es war ja nicht mehr lang bis zur Nacht.

Kein Mensch weit und breit. Nur weit entferntes Gebell war zu hören. Zeichen der Zivilisation. Er dachte beim laufen nach. Dachte daran, dass jeder Hund ein besseres, gemütlicheres zu hause hatte, als er. Doch war er glücklich, denn er freute sich über den nächtlich wiederkehrenden Sternenhimmel. So war es jeden Abend und jede Nacht. Er fand Freude daran, diese leuchtenden Körper und ihre Konstellationen zu interpretieren und seine subjektive Sicht auf sie zu projizieren.

Das einzige Sternenbild, dass er kannte war der große Wagen. Er interpretierte, dass er der Wagen war, in dem wir alle saßen. Die Weltgemeinschaft. Alle. Die Sterne herum hatten wieder eine andere Bedeutung. Manchmal sogar eine von den anderen unabhängige. Er sah die Sterne nicht im Zusammenhang. Er dachte sich, wie oft er in seiner Heimatstadt den Sternenhimmel nicht sehen konnte, da es zu hell war oder weil man sich überwiegend im Haus befand.

Ein Stern funkelte und es machte ihm Freude sehr lange in diesen Stern zu schauen. Er lag mittlerweile auf dem Rücken und der Wind peitschte an den Klippen hinauf. Es war aber nicht kalt. Hier in Spanien. Er suchte sich seinen Schlafsack aus dem Rucksack und stellte sich auf die Nacht ein. Noch einige Zeit sollte er den Sternenhimmel betrachten und nicht müde werden. Seine Augen glühten noch. Den letzten Gedanken, den er fassen konnte, war die Sterne in einen Zusammenhang zu bringen, aber er scheiterte, da sie seiner Meinung nach letztendlich keine Mystische Bedeutung hatten. Wie alles siegt über die Hoffnung dann die Skepsis. Er nannte es dann rationales Denken.

So, nach einem Fotoreichen Tag, habe ich mir eine Orangina gegönnt. Blutorange schmeckt viel befriedigender als das Original.

Hast ne Pause Verdient, aber mehr auch nicht,

Mein Fotoblog : http://blackcamera.wordpress.com

Dreh dich um

Posted: Mai 14, 2010 in Dichtung, Literatur, Poesie

Flach, die Scheibe, auf der wir weilen.
Dreh dich auch mal um, du brauchst nicht zu eilen.

So flach, da glaubt man nun,
Bis an nur ein Ende geht unser tun,

Aber sie ist rund, die Welt, auf der wir sind,
Geh immer weiter du trauriges Kind,

Und wenn du dann merkst du drehst dich im Kreis,
Bist du dann längst ein alter Greis.

Criticalliar

Posted: Mai 12, 2010 in Dichtung, Literatur, Poesie

Ferner Schein. Trügerisches Sein. Nacht ist es, ich bin allein.

Traumwelten. Fadenscheinig. Immer noch alleinig.

Sicher sein. Sicher vor was. Gedanken machen die Seele blass.

Bunte Bilder werden weiß, denken lohnt, Kein Fleiß, kein Preis.

Sehne ich mich doch nach der Stille, so hab ich sie in Hülle und Fülle.

Doch füllt sie nicht, was mir begehrt, Die Stille lässt mich unversehrt.

Denken, denken an Bilder und Menschen, In schwarz und weiß werde ich sie tränken.

Reime, Reime, Reimesreime, sag ich nun: jedem das seine!

Und doch ich nur allein bin nun, kein Preis, kein Fleiß und will jetzt ruhn

Ahhhhhhh

Posted: Mai 12, 2010 in Fotografie, Gesellschaft

The following

Posted: Mai 8, 2010 in English, Literatur

The following can bee seen as modern and abtract and it is open for criticism.

Dissatisfied with all the written,
Solitude and kit the kitten,

Raging realm,
Filling fill,

does it make sense still? (The written)

The cigarette is burning off,
blueish smoke is set off,

like a rocket,
a phallus symbol,

what does the smoke resemble?

Stories told, opinons made,
Colours all whom fade to grey

Soaring wounds are bleeding still,
In the mind a tickling thrill,

Formost thinking of today,
Thoughts are twisting along the way.

Criticalliar

Photoblog

Posted: Mai 1, 2010 in German

Da ich momentan sehr viel Bilder mache, was auch auf das wunderbare Wetter zurückzuführen ist, habe ich jetzt ein neues Projekt, an dem

ich bastele. Schaut einfach rein, wenn euch mal nach Bildern ist, die bekanntlich mehr sagen, als tausend Worte. Ich will euch das jetzt nicht länger vorenthalten.

Klick Mich

VG

Criticalliar

Im Ozean, da schwimmt ein Wrack,

Doppelwandig, es machtknack,

Da fängt es plötzlich an zu sinken,

Öl tritt aus des Schiffes Linken,

Anker lichten, zack, zack, zack!

Und nochmal macht es knack.

An Land da steht ein kleines Mädchen,

Sie ist 5 Jahre alt, ihr Name ist Kätchen,

Die Eltern sorgen sich doch sehr,

Der Ölteppich kommt immer näher,

Die erste Möwe ist verklebt,

Genau da wo das Mädchen steht,

Es erschreckt, es macht zack,

Im Elternkopf, da macht es knack.

:-)

Fotos vergrößern!

Posted: April 19, 2010 in German
Schlagworte:

Um die Fotos zu vergrößern klickt ihr einfach auf das Foto. Dann öffnet sich eine neue Seite und dann klickt ihr nochmal auf das Foto.

Dann habt ihr´s groß!

Diese Sachen hatte ein Kind dabei. Nach dem ich den Vater um Erlaubnis bat durfte ich das Foto machen.

Süß, oder?

Dieses Foto entstand, als ich den Titel auf der Zeitung las, dass dann da noch das Fahrrad stand: Gottes Wege sind unergründbar.

Mit freundlicher Genehmigung des Fahrrads! ;-)

Danke für das wiederkehrende interesse!

Posted: April 16, 2010 in German
Schlagworte:

Nach dem ich heute wieder 34 Besucher verzeichnet habe ist mein Ziel wieder erreicht und ich hoffe ich kann eurem Blogghunger gerecht werden. Ich werde mir alle mühe geben.

Danke Mr. X.

Criticalliar

Ich gehe an diesem sonnigen Tag auf das Gelände des Uni Campus Westend und schlendere einen Weg entlang. Plötzlich sehe ich diese Statue. Sie hat keinen Kopf. Ein Arm fehlt. Ich komme mir vor wie in Griechenland. Das Land der Handicapgötter, denen verbreitet die Gliedmaßen fehlen. Schon kommt mir der Gedanke in den Kopf ein Gedicht zu schreiben. Über die ersten zwei Worte bin ich nie heraus gekommen. Sie lauten: “Deine Anmut ist…,” Etwas kitschig und altmodisch. Ich drücke mich davor meine Gedanken festzuhalten und gehe weiter.

Ich schaue mich um. Es ist alles sehr schön. Der ganze Campus. Da kann man neidisch werden. Wer käme nicht gerne hierhin?

Ich sehe einen Studenten unter einem Baum seine Bücher wälzen. Sehr romantisch.

Was mag dieser Student da lesen? Was mag er denken, fühlen? Nimmt er überhaupt dieses schöne surrounding noch wahr? Ist es Gewohnheit? Ganz gleich, jeder fühlt sich bei diesem Wetter gut. Die Intellektuellen nicht außen vor gelassen. Und ich gehe weiter. Da sehe ich noch eine Statue. Aber diesmal eine vollständige, komplette. Die Pose verrät es ist ein Akt zwischen Scham und Exibitionismus. Oder posiert sie für einen Maler:

Ich gehe auf sie zu. Nur eine märchenhafte Wendung könnte sie lebendig machen. Ich wünschte sie wäre es. Aber es passiert nichts, also gehe ich weiter. Allein, Einsam. Ich schaue auf die Wiese und ein ulkiger Vogel erfreut mich. Er streckt den Hals, wedelt mit den Federn.

Dieser Vogel, sei er der Gattung der Enten? Lol… Will noch in den Grüneburgpark…Ich schaue nochmal zurück…

Criticalliar

Kurze Kurzgeschichte

Abends. Sechs. Die Glocke im Turm der Kirche läutet. Menschen kommen in den Esszimmern der Häuser zusammen um zu essen. Wie immer um diese Zeit. Für gewöhnlich. Es ist Spätherbst. Das Nasskalte Wetter treibt die Menschen zusammen. In ihre Häuser. Die Heizungen arbeiten im Akkord.

Sean ging an diesem windigen Tag mit seinem Reiserucksack bepackt schon einige Zeit auf einem schmalen Pfad entlang, der zwar den Trittraum nicht begrenzte, aber von vielen anderen Wanderern vorher genutzt wurde und nun mal den Weg vorgab. Manchmal kam er auch von diesem Weg ab und ging Richtung Klippen und schaute herunter. Unten sah er die weiß auf schäumenden Wassermassen, die gegen die Felsen preschten. Seine Augen glühten, seine Füße taten weh. Es war ja nicht mehr lang bis zur Nacht.

Kein Mensch weit und breit. Nur weit entferntes Gebell war zu hören. Zeichen der Zivilisation. Er dachte beim laufen nach. Dachte daran, dass jeder Hund ein besseres, gemütlicheres zu hause hatte, als er. Doch war er glücklich, denn er freute sich über den nächtlich wiederkehrenden Sternenhimmel. So war es jeden Abend und jede Nacht. Er fand Freude daran, diese leuchtenden Körper und ihre Konstellationen zu interpretieren und seine subjektive Sicht auf sie zu projizieren. Das einzige Sternenbild, dass er kannte war der große Wagen. Er interpretierte, dass er der Wagen war, in dem wir alle saßen. Die Weltgemeinschaft. Alle. Die Sterne herum hatten wieder eine andere Bedeutung. Manchmal sogar eine von den anderen unabhängige. Er sah die Sterne nicht im Zusammenhang. Er dachte sich, wie oft er in seiner Heimatstadt den Sternenhimmel nicht sehen konnte, da es zu hell war oder weil man sich überwiegend im Haus befand.

Ein Stern funkelte und es machte ihm Freude sehr lange in diesen Stern zu schauen. Er lag mittlerweile auf dem Rücken und der Wind peitschte an den Klippen hinauf. Es war aber nicht kalt. Hier in Spanien. Er suchte sich seinen Schlafsack aus dem Rucksack und stellte sich auf die Nacht ein. Noch einige Zeit sollte er den Sternenhimmel betrachten und nicht müde werden. Seine Augen glühten noch. Den letzten Gedanken, den er fassen konnte, war die Sterne in einen Zusammenhang zu bringen, aber er scheiterte, da sie seiner Meinung nach letztendlich keine Mystische Bedeutung hatten. Wie alles siegt über die Hoffnung dann die Skepsis. Er nannte es dann rationales Denken.

Tute – Kurzgeschichte

Posted: März 15, 2010 in German, Literatur

Uwe, der Trompetenschüler legte viel mühe in sein Trompetenspiel. Er übte Tag ein Tag aus und nahm Unterricht. Immer wenn er von der Schule kam holte er die Trompete raus und spielte. Er fühlte sich stolz dabei, aber er war kein Meister. Heute war wider Freitag und er übte die Stücke ein, die er lernen sollte, da er später Unterricht hatte. Es war ein schwülwarmer Tag und die Sonne schien lange. Der Trompetenschüler begab sich auf den Weg in den nächsten Stadtteil, wo er Unterricht hatte. Schleppend ging er voran und er fühlte sich ausgelaugt, da es nicht einfach war sich durch diese Wand von Hitze zu schlagen. Zudem war er noch keine Fünfzehn. Seine Gedanken kreisten um die Noten, die er einstudiert hatte. Würde er richtig spielen oder gar falsch?

Nun musste durch eine Unterführung. Er wusste, dass dort immer ein Trompetenspieler, der sein Vorbild war und ein Gitarrist Musik machten. Er stellte sich vor, wie er eines Tages der dritte in einem zukünftigen Trio sein würde. Der Trompetenspieler fiel ihm ins Auge, so lässig, wie er da stand. Schlecht war er auch nicht, deshalb bewunderte der Junge ihn. Schnell zum Unterricht, sonst komme ich zu spät, dachte er sich. Es war nicht mehr weit. Der Junge kam an eine alte Eichentür und drückte dagegen. Diese verdammte Tür geht immer so schwer auf, dachte er sich. Oben, im dritten Stock angekommen klingelte er und der Lehrer öffnete. Der Unterricht begann nach fünf Minuten. Er meisterte alle eingeübten Stücke perfekt. Der Lehrer lobte ihn, der Junge fühle sich geschmeichelt und begab sich auf den Heimweg. Auf dem Heimweg kam er wieder in der Unterführung vorbei und die Musiker spielten immer noch dort. Plötzlich sprach der Trompetenspieler den Jungen an und fragte ihn, was er dort in der Tasche habe. Er öffnete die Tasche und holte eine Trompete hervor. Da lachte der Straßenmusiker und wertete die Trompete als Blechtute ab. Völlig niedergeschlagen und unsicher ging der Junge nach hause. Am nächsten Tag wusste er nicht mehr weiter er nahm die Trompete versah sie mit einem Preisschild und verkaufte sie zu einem Spottpreis am Flohmarkt.

(lieblose Geschichte)

Er zündete sich eine Zigarette an. Die Marke spielt keine Rolle. Der Erste Schluck wohl temperiertes Estrella schleicht seinen Rachen hinunter. Zehn Stunden Arbeit, körperliche Arbeit, liegen hinter ihm. Die Erntezeit ist hart. Besonders als Helfer. Ihm bleibt keine Wahl. Arbeiten oder betteln. Zum Glück hat er in Sevilla ein sehr kleines Haus geerbt. Er muss sich aber dennoch unterhalten. Er sehnt sich nach seinem zu hause, aber viel mehr nach dem Leben mit dem verdienten Geld. Die Felder werden gewässert, aber sonst wirkt es hier, wie eine Wüste. Es ist Verschwendung, die zu Gunsten des Nordens geschieht. Das denkt er sich. Er mach sich kaputt. Die anderen Arbeiter sind zum Teil Marokkaner, die gleiche Geschichte. Manche auch Mittel- und Nordafrikaner. Er hat einen Freund, der auch auf dem Feld arbeitet. Er vertraut ihm. Sonst kann man keinem trauen.

Es ist Zeit etwas zu essen. Jeden Tag Nudeln mit einer Soße. Das ist günstig.

Sein Freund hat diesmal etwas Fleisch mitgebracht. Sie essen. Seine Haut ist von der Sonne braun gegerbt.

Der Patron kommt und sieht ihnen zu. Dann fragt er ob das das Fleisch sei, das für seine Vorsteher bestimmt sei und wer es genommen hat.

Der Mann, von dem am Anfang die Rede war, sagt er habe es genommen. Sein Freund schweigt.

Der Patron weist den Mann an unverzüglich nach Hause zu fahren und er bekomme keinen Lohn.

Er sagt zu seinem Freund: „Mach dir keine Gedanken, du brauchst das Geld dringender als ich. Ich habe ja noch das Haus und du nichts.“

Der Freund erwidert: „Mein Wohl ist dein Wohl. Du bekommst die Hälfte des Lohns.“

„Nein, Ich brauche keine milde Gabe. Ich habe mich bereits verbürgt.“ sagt der Mann.

„Nimm diese Uhr, sie ist von meinem Vater.“ sagt der Freund.

Die goldene Uhr schimmert in der Abendsonne. Der Mann geht davon. Was ihm bleibt sind Erinnerungen an ein etwas, das nicht seine Geschichte geschrieben hat, sondern die eines anderen. Etwas fremdes. Etwas kaltes. Etwas nutzloses.

Arm – Kurzgeschichte

Posted: März 12, 2010 in German, Literatur

Kälte, Schweizerstraße, eigentlich nicht so kalt, denn gewusst wie kleidet man sich dem Wetter entsprechend. Hektik, also heißt es mit dem Strom schwimmen oder ist es nicht so hektisch, wie man denkt. Es ist womöglich eine Sache der Einstellung, dem Bezug zu Menschen, der Wahrnehmung der Umgebung.

Man kann es so sehen oder so oder gibt es mehr als zwei Varianten, aber das Aber an der Sache ist wohl, wie die anderen Menschen einen Selbst sehen oder achten sie garnicht auf einen? Wohl auch wieder eine Ansichtssache. Oder eine Sache der Ansicht. :-) Meinerseits kann ich nicht klagen. Die Menschen sind doch ganz friedlich.

Da läuft sie vorbei, eine arme Gestalt. Verbittert scheint sie und doch ganz glücklich, soweit man es vermag zu erkennen. Die Materiellen Grundbedürfnisse, jener Frau, sind wohl kaum erfüllt, doch scheint sie abgesehen von den Bankentürmen, die im Hintergrund in den Himmel ragen und einen derartigen Kontrast bilden, doch in einer Weise erfüllt, denn ihre Gestik verrät: kein Vorurteil wird sie – außer wenn die Nacht hereinbricht – jemals einholen.

Danke für die vielen Visits heute!

Posted: März 12, 2010 in German
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Feuerteufel – Kurzgeschichte

Posted: März 12, 2010 in German, Literatur

Feuerteufel.

Ein Tag an einem Fluss in Süd Frankreich. Die Sonne brannte den Tag über und nun geht sie, halb vom Horizont bedeckt bald unter. Die Kanutour ist beendet. Mit nassen Ärmeln steigen sie aus. Langeweile macht sich breit. Neugier erwacht in den Seelen. Die Gruppe Jugendlicher erkundet die Gegend. Es ist beinahe Abend. Es dämmert schon. Rot und lila getränkt zeigt sich der Himmel in romantischer Stimmung. Die Jugendlichen entfernen sich vom Camp. Es geht direkt am Fluss auf einer steinigen Piste voran. Die Steine sind spitz und scharf. Es ist noch sehr warm, aber die Kühle des Abends schleicht sich ein. Weit in der Ferne ist etwas zu sehen. Da kommen sie an ein Haus. Es ist ein Haus, an dem die Scheiben eingeschlagen sind. Der Garten ist verwildert und die Stille lässt kein Geräusch zu. Niemand wohnt dort.

Die Jugendlichen gehen herein. Sie gehen in das Haus. Sie stöbern. In alten Kisten liegt Spielzeug. Hier muss eine Familie gewohnt haben, folgert einer der Jugendlichen. Der andere sagt, dass es dort spukt. Assoziationen, wie aus Gruselfilmen kommen auf.

Mit Feuerzeugen leuchten sie sich den Weg. Es sind keine Einrichtungsgegenstände in dem Haus. Kein Herd, kein Schrank. Sie wagen sich vor bis ins oberste Geschoss. Der Wind zieht durch die Löcher. Das Camp ist weit entfernt.

Da hören sie plötzlich ein Geräusch, dass an ein Weinen erinnert. Es könnte auch der Wind sein. Sie bekommen Angst und rennen panisch aus dem Haus. Einer fällt und verletzt sich am Arm. Sie rennen noch weiter, auch wenn das Haus schon aus Sichtweite ist. Rational denken sie nicht mehr. Die Panik hat sie ergriffen und das Mystische.

Am Camp angekommen werden sie gerügt. Vom Betreuer. Als sie ihre Geschichte erzählen, bekommen sie ein Verbot an dem nächsten Ausflug teil zu nehmen. Sie sollen am folgenden Tag im Camp bleiben.

Als der Betreuer am nächsten Tag mit den anderen beim Ausflug ist und sie nicht vom Camp Mitarbeiter gesehen werden, gehen sie wieder zum Haus. Diesmal werfen sie Steine drauf. Nichts tut sich. Es ist Mittag.

Einer zückt sein Feuerzeug. Er rennt hinein und kommt nach ein paar Minuten zurück. Rauch zieht aus dem Haus. Die anderen jubeln.

Einer ruft: „Brenn Hexe, brenn“.

Das Haus ohne Namen. (nur ein schriftstellerischer Versuch)

Es begab sich zu einer Zeit in der die Menschen unterdrückt waren und sie Hunger leiden mussten. Sie schufteten auf dem Feld und mussten zu Tagesende, alles bis auf einen Hungerlohn abgeben. Sie beteten, aber keine Stimme erhörte sie. Sie beteten zu Götzen.

Eines Tages kam eine Frau auf die Felder und sie sagte den Menschen sie könne aus Erde, Gold machen. Dies glaubten die Menschen aber nicht. Sie stellte die Bedingung, dass wenn sie eines Nachts ihren Lehnsherren verließen und mit ihr kamen, ein Land voller Gold warte. Nach 7 Tagen entschlossen sich die Männer und Frauen mit der Frau zu gehen. Sie führte die Menschen in ein Land voller goldener Häuser, ja alles war aus Gold. Es wurde Nacht und die Menschen bekamen Hunger und fragten die Frau nach Essen. Sie erwiderte, dass alles, auch das Brot aus Gold sei. Sie fügte hinzu, dass es ein Haus gäbe, in dem es Essen in Hülle und Fülle gäbe, doch dieses Haus keinen Namen hatte und sie nicht wisse, welches es sei. Die Menschen suchten, aber fanden das Haus nicht. Der Hunger zog sie fort und sie verließen die Frau. Sie beschlossen zurück zu ihrem Lehnsherrn zu gehen, aber sie fanden den Weg nicht zurück. Da war es, dass der Älteste unter den Menschen ein Tal sichtete, in dem Rehe sprangen, Quellen flossen und die Flora und Fauna üppig blühte. Dort ließen sie sich nieder, denn sie hatten Glück. Und der Lehnsherr wurde selbst irgendwann zum Bauern, weil ihn alle verlassen hatten.

Drei Männer sitzen in einem Café. Es nimmt den typischen Verlauf. Erst schmückt sich jeder mit seinen Federn und es geht um politische Zukunft und Arbeit Arbeit Arbeit. Es hätte noch gefehlt, dass man vom Wetter gesprochen hätte, doch wendete sich der Verlauf über dies überaus nichtige Thema, das vom Menschen keinerlei Einfluss erfahren kann ab und blieb aus. Ein Glück.

Eine Frau geht vorüber. Einer der Männer, belassen wir sie einmal ohne Namen, dreht den Hals. Typisch. Ein Sportwagen fährt vorbei. Der andere Mann dreht den Hals. Typisch. Nun, so Gott es möge, müsse auch für den dritten Mann ein Ereignis geben, dass er auch den Hals drehen könnte. Doch dieser Moment bleibt aus. Gelangweilt mit seiner Ray-Ban Sonnenbrille zur Straße weg gewendet sitzt er da und spart sich aus seinen Kaffee in übereiligem Tempo zu trinken. Durchaus wäre es ihm möglich den andren Männern gleich zu tun, doch gelangweilt grübelt er. Grübeln. Wer weiß, was in seinem Kopf vorgeht. Keiner weiß es. Bliebe noch aus, dass er auf seine Teilnahmslosigkeit aufmerksam gemacht würde.

Vielleicht denkt er gerade darüber nach, ob die Welt in der wir leben nur eine kleine, eine uns nicht einschätzbar kleine Welt sei. Ein Tropfen, der an einem Glas herunter läuft und in rotierender Manier zum stehen kommt. Das würde wenigstens die Rotation der Erde erklären, die sich seinem physikalischen ergründbarem Wissen entzieht. Es ist einfach, salopp gesagt, Dinge anhand phantastischer Ursachen zu erklären, wo es daran mangelt, zurecht, sich vorgefertigter Antworten zu Bedienen.

Es ist deshalb auch nicht von Bedeutung wie die Männer heißen, sondern dass die Existieren, denn Namen sind Silben und Laute, die den ersten Eindruck verderben, da sie ohne den Menschen zu kennen, zu viel Raum für Interpretationen lassen. Aber dieser Satz scheint genau so nichtig, wenn er nicht wissenschaftlich belegt sei. Das heißt die ersten Millisekunden nach dem der Name ausgesprochen wurde nicht durch zig Sprachanalysatoren gelaufen sei und dies nicht über zig Tage ausgearbeitet würde. So viel zur Empirie.

Der Punkt ist nicht das Sein und der Nutzen der Existenz des Menschen und dass der Mensch für den Anderen nützlich ist, sondern eine sich immer mehr abzeichnende Komplizierung der Sachverhalte verhindert, das eine Abkehr der Rationalität geschieht.

Criticalliar



Looking for a Winter Song?

Posted: Februar 22, 2010 in English
Schlagworte: , ,

This song has already been mentioned in an earlier article. I just think it is a nice song for a cold winter day but as well as for a chilled summer evening. It´s a song that´s about relationships but also about soledom.

I enjoy it, when I hear the words that Lisa Loeb sings, because it let´s old distant memories relive.

I want to share it here with you!

Have fun!

Also Check out my music video page by clicking  >here<

Criticalliar

Posted: Februar 11, 2010 in English, German
Schlagworte: , ,

SNB10152